Ratgeber

Wie Sie in nur 2 Schritten Ordnung in Ihre Vorräte bringen 

 

Möchten Sie wissen, wie Sie Ihre Vorräte aufräumen, sodass sie Ihnen wirklich nützlich sind, Ihnen gleichermaßen einen guten Überblick ermöglichen und Sie entspannen, weil Sie wissen, dass alles Nötige da ist?

 

Ich bin der Meinung, Vorratshaltung sollte einfach und unkompliziert funktionieren, übersichtlich sein und einem das Leben erleichtern.

 

Um dieses Ziel zu erreichen, müssen Sie im Wesentlichen die folgenden zwei Schritte durchlaufen:

  • Aussortieren der alten Vorräte

  • Organisieren eines neuen Vorrats

 

Dabei möchte ich nicht nur auf Lebensmittel eingehen, sondern auch auf andere Bereiche des Hausgebrauchs wie z.B. Pflegeprodukte, Reinigungsmittel oder auch Heimwerker-und Bastel-Zubehör. Um Tipps für einen Notvorrat für Katastrophen o.ä. soll es in diesem Artikel nicht gehen. Wenn Sie sich auch oder ausschließlich dafür interessieren, dann kann ich Sie auf Smarticular verweisen, da dort sehr detailliert darauf eingegangen wird. Ich widme mich hier vielmehr einem hilfreichen Vorrat für das alltägliche Leben, in dem alles so funktioniert, wie es funktionieren soll.

 

Es ist mein Ziel, Überforderung der Vergangenheit angehören zu lassen und Sie mit dieser Anleitung konkret ins Handeln kommen zu lassen, damit Sie Schritt für Schritt zu der Bevorratung kommen, die Sie sich wünschen.

 

Schritt 1: Aussortieren der alten Vorräte

 

Zu Beginn verschaffen Sie sich einen Überblick über alles, was Sie an Vorräten besitzen. Wenn Sie bspw. mit Lebensmitteln beginnen und diese an mehreren Orten lagern, dann bringen Sie alles an einen Ort, um einen Überblick darüber zu bekommen. Im besten Fall stellen Sie schon beim Aussortieren fest, was für Sie nicht gepasst hat, aber auch, was gut für Sie funktioniert hat, um herauszufinden, wie Ihre neue Lagerung organisiert werden sollte.

 

Nehmen Sie sich nun jede einzelne Packung vor und treffen Sie eine Entscheidung, ob Sie dieses Lebensmittel weiterhin nutzen möchten oder nicht. Dabei kann Ihnen die Entscheidung manchmal abgenommen werden, wenn etwas verdorben oder z.B. von Lebensmittel-Motten befallen ist. Bei allen anderen Dingen kann es helfen, wenn Sie sich die Frage stellen, ob Sie es gern essen oder es sich schon lange ungenutzt in Ihrem Besitz befindet. Jetzt bietet sich die Gelegenheit, sich von all dem zu trennen, was Sie eigentlich nie anrühren und ein trauriges Dasein in Ihren Vorräten fristet. Sie werden bestimmt auch auf Dinge stoßen, die Sie sehr bald aufbrauchen sollten. Nutzen Sie dafür eine kleine Box o.ä. und stellen Sie sie gut sichtbar und griffbereit in die Küche, um alles zügig mit zu verbrauchen.

 

Im besten Fall haben Sie nun einen Haufen mit Dingen, die Sie nicht mehr bei sich haben möchten. Alles, was verdorben ist, kann ohne schlechtes Gewissen in der Tonne landen. Und alles andere kann an Freunde, Nachbarn (z.B. über nebenan.de), über regionale Facebook-Gruppen oder "Foodsharing" verschenkt oder an soziale Verbände oder Einrichtungen wie die „Tafel Deutschland“ gegeben werden. Es kann ein gutes Gefühl sein, mit etwas, das man selbst nicht mehr benötigt, anderen eine Freude zu machen. Packen Sie all diese Dinge in eine Kiste und platzieren Sie diese an einem Ort, an dem das Verschenken nicht in Vergessenheit gerät, sondern Sie diese bei nächster Gelegenheit direkt abholen lassen und/oder wegbringen können.

 

Ihre Voraussetzungen und Bedürfnisse

 

Während Sie aussortieren, können Sie sich wunderbar damit auseinandersetzen, wie viele Vorräte Sie benötigen. Früher waren sie zwingend erforderlich, um auch in der kalten Jahreszeit sowie im Frühjahr über genügend Nahrung zu verfügen. Da wir heute aber nicht mehr von den Erträgen der eigenen Felder und Gärten leben und uns durch Supermärkte Lebensmittel ständig zur Verfügung stehen, hat die generelle Wichtigkeit von Vorräten im zeitlichen Verlauf deutlich abgenommen und sie sind heutzutage eher dafür gedacht, über einen gewissen Zeitraum ohne einen Einkauf auszukommen.

 

Um zu bestimmen, wie viele Vorräte Sie benötigen und welchen Stellenwert sie für Sie haben, können Sie sich die folgenden Fragen beantworten:

 

  • Wohnort: Wohnen Sie in der Stadt oder etwas außerhalb?

  • Transportmittel: Steht Ihnen ein Auto zur Verfügung oder nicht?

  • Einkaufsrhythmus: Machen Sie einen Wocheneinkauf oder gehen Sie häufiger einkaufen?

  • Einkaufsort: Besuchen Sie bestimmte Läden aufgrund Ihrer Lage oder der geringen Anzahl der Produkte, die Sie dort kaufen, seltener?

  • Wohnraum: Wie groß ist Ihre Wohnfläche und wie viel davon wollen und können Sie für Vorräte nutzen?

 

Wenn Sie wissen, was zu Ihnen passt und was nicht und mit welchem Nutzen Sie Vorräte anlegen, können Sie es auch dementsprechend umsetzen und davon profitieren. Das bringt mehr Klarheit, Einfachheit, Übersicht und Ordnung in Ihr Leben.

 

Der lebendige Vorrat

 

Sie haben also jetzt einen Überblick darüber, was Sie an Vorräten besitzen, von was Sie sich trennen wollen, was bleiben soll und Sie haben auch eine Idee davon, wie Ihre persönliche Vorratshaltung aussehen könnte. Vielleicht stellen Sie dabei auch fest, dass Sie von einigen Sachen einfach zu viel auf Vorrat gehortet haben.

 

Ein Beispiel: Ich mache einen Wocheneinkauf und weiß, dass sich dieser Termin regelmäßig, also jede Woche, wiederholen wird. Ich esse u.a. gern Haferflocken und weiß ungefähr, dass ich mit einer 500g-Packung für eine Woche meist auskomme, wobei ich neben der einen offenen Packung, die ich gerade gebrauche, noch drei weitere in der Vorratskammer aufbewahre – man kann ja nie wissen. Weil mein Frühstück diese Woche jeden Tag etwas üppiger ausgefallen ist, benötige ich eine der drei Packungen aus dem Vorrat.

 

Dann steht der Einkauf an und ich kaufe wieder eine nach, um wie zuvor drei auf Reserve zu haben. Doch plötzlich geht mir ein Licht auf und ich stelle mit Entsetzen fest, dass in meinem Einkaufszyklus zwei meiner drei Vorratspackungen völlig nutzlos, ja förmlich tot, sind, weil ich immer höchstens eine davon in Anspruch nehme, ehe ich wieder einkaufe. Und dann denke ich mir, dass ich diese auch einfach im Supermarkt aufbewahren könnte, anstatt sie bei mir sinnlos in der Vorratskammer kreisen zu lassen, was wiederum wertvollen Platz einnimmt. Ein Vorrat sollte im besten Fall also auch genutzt werden und somit lebendig sein.

 

Läden als unsere Lagerhäuser

 

Der Japaner Fumio Sasaki schreibt in seinem Buch „Das kann doch weg!“, was ich Ihnen sehr ans Herz legen möchte, in Tipp Nr. 31 mit dem Titel „Betrachten Sie Läden als Ihre Lagerräume“: „[…] wir sollten diese Läden nicht als Geschäfte betrachten, sondern als externe Lagerhäuser, aus denen wir bei Bedarf etwas holen.“ Und weiter: „Angesichts so vieler praktischer Lagerhäuser wäre es doch unsinnig, zu Hause auch eines anzulegen.“

 

Wenn Sie trotz regelmäßiger Einkäufe immer viel mehr Vorräte haben als Sie benötigen und verarbeiten können, werden Sie sich womöglich über verschwendete Lebensmittel ärgern, weil diese ablaufen und verderben, aber auch über verschwendeten und unübersichtlichen Platz, den Sie entweder strukturierter gestalten oder anderweitig nutzen könnten.

 

Entweder wir leben und/oder arbeiten in der Stadt, sind mobil genug oder verfügen über einen Supermarkt im Dorf, wodurch es einfach und unkompliziert ist, täglich an Nahrungsmittel und andere Produkte zu kommen. Warum also etwas mit dem Gedanken „Das könnte ich ja mal gebrauchen“ oder „Das kann man mal da haben“ kaufen? Sollte ein solcher Gedanke in der Zukunft konkret zu einem Wunsch werden, so kann es dann immer noch gekauft werden.

 

Schritt 2: Organisieren eines neuen Vorrats

 

Wenn Sie jetzt soweit sind, um sich mit dem Aufbau eines neuen Vorrats zu beschäftigen, dann sind einige Faktoren zu beachten, über die Sie sich im besten Fall schon beim Aussortieren Gedanken gemacht haben. Ihre neue Bevorratung sollte nämlich Ihrer Wohnfläche, dem Einkaufszyklus' und Ihren Bedürfnissen entsprechen, damit er Ihnen auch wirklich nützlich ist. Dabei spielt auch die räumliche Aufteilung für die zukünftige Lagerung eine wichtige Rolle.

 

Nehmen wir z.B. einmal an, Sie haben eine Küche, in der Sie Lebenmittel aufbewahren, sowie ein Regal im Keller, dass Ihnen zusätzlichen Raum bietet. Das wäre meiner Meinung nach auch schon das Maximum, nämlich zwei Orte für die Lagerung von Lebensmitteln, um den Überblick zu behalten. In der Küche würden Sie dann u.a. offene Packungen lagern, die Sie gerade gebrauchen und im Keller-Regal könnten Sie die jeweiligen Nachfüllpackungen bereithalten.

 

Ich spreche bewusst von Nachfüllpackungen, weil ich Ihnen empfehlen möchte, all jene Lebensmittel, bei denen es möglich ist, in möglichst einheitliche Gefäße umzufüllen. Mein Tipp: Nutzen Sie dazu Vorratsgläser mit Drahtbügelverschluss. Das hat den Vorteil, dass Sie eine viel klarere Übersicht haben, schnell sehen, was demnächst nachgefüllt werden sollte und zudem sieht es schön aufgeräumt aus und bringt Ordnung in Ihre Küche. Die entsprechenden Nachfüllpackungen können Sie dann in einer Box aufbewahren, die Sie als solche beschriften und im Keller platzieren.

 

Struktur reinbringen

 

Je nach verfügbarem Platz haben Sie vielleicht ein Regal, einen Schrank oder eine ganze Speisekammer für Ihre Vorräte. In jedem Fall eignet es sich, mit unterschiedlichen Behältnissen zu arbeiten, um eine funktionierende Ordnung zu schaffen. Oft lässt es sich dabei gut mit vorhandenem auskommen und es müssen nicht immer neue Ordnungshelfer gekauft werden.

 

Neben Vorratssgläsern eignen sich auch Plastikboxen, Körbe, Drehteller und Kisten für eine sinnvolle und praktische Aufbewahrung. So können Sie bei tiefen Regalbrettern oder Schränken bspw. mit Hilfe eines Drehtellers dafür sorgen, dass Sie einfach an alles herankommen. Essentiell sind feste Plätze für alle Lebensmittel, weil Sie so immer schnell sehen können, was fehlt und Einkäufe einfach an die dafür vorgesehenen Orte verstauen können, ohne erst Platz schaffen zu müssen.

 

Hierbei kann das Anordnen nach Kategorien durchaus hilfreich sein. Ob diese dann z.B. mit Oberkategorien („Backen“, „Kochen“ und „Getränke“) und Unterkategorien („Hülsenfrüchte“, „Konserven“, „Soßen“ „Getreide“ usw.) versehen werden oder eine Sortierung nach Mahlzeiten vorgenommen wird, kann nach den eigenen Vorlieben und Bedürfnissen entschieden werden. Solange es für Sie funktioniert und Ihnen das Leben ein wenig einfacher macht, ist alles erlaubt.

 

So viel wie nötig und so wenig wie möglich

 

In meinem Haferflocken-Beispiel von oben setzt eine sehr kraftvolle Erkenntnis ein, die sich auf alles andere übertragen lässt. Die goldene Frage lautet: Für was und in welchem Umfang sind Vorräte für Ihre Bedürfnisse im Verhältnis zu Ihrem Einkaufszyklus sinnvoll und wann nicht mehr? „Niemand braucht Vorräte“ schreibt Sasaki provokativ in der Überschrift seines Tipps Nr. 25, in dem er auch eine eindeutige Empfehlung ausspricht: „Behalten Sie zunächst eine Reservepackung und kaufen Sie erst einmal nicht nach. Sobald wirklich etwas ausgeht, gehen Sie halt und kaufen eine Packung nach (nur eine!). […] Gewöhnen wir uns also an, erst gar keine Vorräte anzulegen.“

 

Wenn Sie also nur so viel einkaufen, wie Sie in den nächsten ein bis maximal zwei Einkaufszyklen verbrauchen, dann lässt sich Ihr persönliches Gleichgewicht zwischen einem Zuwenig und einem Zuviel finden. Versuchen Sie also, Ihren ungefähren Verbrauch herauszufinden, ohne dass Sie eine Wissenschaft daraus machen müssen, es soll ja nicht komplizierter werden. Wenn Sie dann maximal zwei Orte nutzen, nämlich einen für das, was gerade in Gebrauch ist, und einen für Nachfüll-packungen und Reserven, dann wird Ihnen das den Einkauf erleichtern, weil Sie nicht nur vorher eine wunderbare Übersicht über Ihre Vorräte haben, sondern auch beim Einkauf selbst nicht mehr lange überlegen müssen, was und wie viel Sie kaufen.

Sie können sich für all das, was Sie regelmäßig kaufen, z.B. in Ihrem Smartphone eine Liste anlegen, auf der Sie vor jedem Einkauf einen Haken hinter all die Dinge setzen, die sie nachkaufen müssen. Und wenn es zu Ihnen passt, können Sie auch mit einem Essensplan arbeiten und so sehen, was für die Woche an Lebensmitteln benötigt wird. Das sind allerdings nur Hilfsmittel, die Sie dabei unterstützen können, einen lebendigen Vorrat zu haben, denn es geht auch ohne, wobei sich ein Ausprobieren lohnen kann.

Abb.: Vorgef. Einkaufsliste auf dem Smartphone

 

Ausnahmen bestätigen die Regel

 

Es kann vorkommen, dass Sie in einem Laden nur ein oder zwei Dinge kaufen oder Sie für etwas bestimmtes in ein spezielles Geschäft fahren. Wenn Sie dann nicht jede Woche dort hinfahren möchten, weil es auch nicht unbedingt in unmittelbarer Nähe liegt, dann kann sich hier ein „größerer“ Vorrat lohnen. So sparen Sie nicht nur Geld, Sie können sich auch über Ihren Vorrat freuen, weil er Ihnen zusätzlich Zeit schenkt.

 

Auch wenn Sie beispielsweise nur einmal im Monat ein Auto zur Verfügung haben, wäre es hilfreicher, schwere Sachen und Großpackungen von Lebensmitteln oder anderen Dingen für den entsprechenden Zeitraum in größerer Menge zu bevorraten. Genauso kann es vorkommen, dass etwas im Angebot ist, von dem Sie wissen, dass Sie es garantiert gebrauchen werden. Hier kann es sich unter Umständen lohnen (je nach Preisnachlass) ein wenig mehr einzukaufen, wenn der nötige Platz vorhanden ist.

 

Für den Fall, dass Sie allein leben, keine Freunde oder Verwandte in unmittelbarer Nähe haben und für eine Krankheit, die ein bis zwei Wochen andauern könnte, vorbereitet sein möchten, kann auch hier ein größerer Vorrat sinnvoll sein und die Sicherheit geben, für einen solchen Fall vorbereitet zu sein. Andernfalls würde ich sagen, dass es wenig Sinn ergibt, sich für den Fall einer Krankheit, der vielleicht einmal im Jahr eintreten könnte, rund ums Jahr mit einem Zuviel an Vorräten einzudecken.

 

Es geht nicht nur um Lebensmittel-Vorräte

 

Neben Nahrungsmitteln gibt es eine Vielzahl anderer Produkte, von denen man Vorräte anlegen kann, weil man sie im täglichen Hausgebrauch hat. Auch hierbei können Sie nach derselben Strategie mit dem Aussortieren beginnen, um sie danach neu zu organisieren. Darunter fallen beispielsweise:

 

  • Pflege- & Hygieneprodukte:

    Die meisten Artikel, die wir täglich oder fast täglich im Badezimmer benutzen, halten meist über einen Zeitraum von zwei Wochen oder länger, bevor sie aufgebraucht sind. Auch hier ist es also völlig ausreichend, jeweils eine Packung auf Vorrat zu haben. Ein aufgeräumtes Bad sowie ein übersichtlicher Badezimmerschrank werden der Dank sein und Sie werden sich freuen über diesen Wohlfühlort, wenn Sie nur von dem umgeben sind, was Sie wirklich nutzen.

  • Reinigungsmittel:

    Hier könnte man sogar einfach auf eine Reserve verzichten, weil Universal-, Fensterreiniger & Co. über eine deutlich größere Zeitspanne ausreichen. Wenn sie sich dem Ende zuneigen, können sie einfach nachgekauft werden. Je weniger Platz Putzmittel in Anspruch nehmen, desto besser, denn es sieht meist nicht schön aus und nimmt in Schränken reichlich Raum ein. Wenn Sie sich ein Putzset mit allem nötigen z.B. in einem kleinen Korb oder Eimer zusammenstellen, haben Sie alles schön ordentlich und übersichtlich beisammen, können direkt anfangen, ohne erst alles zusammensuchen zu müssen und sehen auch, wenn etwas bald nachgekauft werden muss.

  • Heimwerker- und Bastel-Zubehör:

    Dazu zähle ich alles, was in den Bereich von Schrauben und anderem Befestigungsmaterial, Zubehör für's Streichen, Malen und Nähen, also Pinsel, Klebeband, Farben und Stoffe sowie sämtlichem Arbeitsmaterial wie z.B. Schleifpapier fällt. Hier stellt sich eindeutig die Frage nach der Größe der Werkstatt (und ob überhaupt eine vorhanden ist) und nach der Frequenz und dem Umfang der eigenen Tätigkeit. Wenn Sie viel Raum haben und regelmäßig viele Projekte umsetzen und dementsprechend wissen, welche Dinge Sie häufig nutzen, es ist beispielsweise überaus sinnvoll, die „4x40“-Schrauben in der Großpackung zu kaufen und aufzubewahren. Wenn Sie allerdings nur sporadisch handwerklich aktiv sind und nicht viel Platz haben, eignet sich der projektbezogene Gang zum Baumarkt, denn dort gibt es die Schrauben auch einzeln zu kaufen (wenn auch ein wenig teurer) und Sie können so die gewünschte Anzahl mitnehmen, ohne daheim welche lagern zu müssen.

  • Büromaterial:

    Der heimische Schreibtisch bietet in vielen Haushalten eine beachtliche Auswahl an Zubehör und Material. So finden sich dort nicht nur Papier, Umschläge und Blöcke, sondern auch Büroklammern, Reiszwecken, Stifte, Kleber und sonstige Kleinteile. Auch hier kann die Frage helfen, wie oft Sie bspw. privat Briefe verschicken, um zu entscheiden, welchen Vorrat an Umschlägen Sie benötigen. Trennen Sie sich von altem Zubehör, das sie schon lange nicht mehr nutzen, jetzt ist die Gelegenheit dafür. Wenn in Ihren Schreibtisch-Schubladen alles in ausreichender, aber nicht übermäßiger Menge vorhanden ist, was Sie wirklich benötigen, können Sie sich mit mehr Klarheit und Konzentration Ihren Aufgaben widmen.

  • Andere Dinge des täglichen Gebrauchs:

    Hier denke ich z.B. sofort an Batterien, die in irgendwelchen Kram-Schubladen gelagert werden. Für was benötigen Sie Batterien und wie viele? Fernbedienung, Wanduhr, Armbanduhr, Taschenrechner und Küchenwaage sind wohl die gängisten Einsatzbereiche. Eine 4er- oder 8er-Packung der jeweiligen Batterien sollte völlig ausreichen. Sollte sich der Vorrat dem Ende zuneigen, können Sie rechtzeitig nachkaufen, ohne eine ganze Kiste zu horten. Haben Sie Kinder im Haushalt? Dann ist der Bedarf an Batterien womöglich etwas höher als normal. Denken Sie aber daran, dass Sie Batterien z.B. mit jedem Lebensmittel-Einkauf im Supermarkt besorgen können und deshalb nicht für das nächste halbe Jahr eingedeckt sein müssen.

 

Zusammenfassung

 

  • Einen Überblick verschaffen: Was haben Sie alles?

  • Ihre Voraussetzungen und Bedürfnisse kennen

  • Überflüssiges an andere Menschen weitergeben

  • Welchen Stellenwert haben Vorräte für Sie?

  • Einkauf: Wie viel verbrauchen Sie zwischen Ihren Einkäufen?

  • Kaufen Sie nur das auf Vorrat, was Sie ganz sicher (regelmäßig) gebrauchen

  • Verabschiedenen Sie sich von Gedanken wie „Das könnte ich ja mal gebrauchen“

  • Sie sollten Ihren Vorrat nutzen können und nicht zu viel lagern

  • Sehen Sie Läden als Ihre Lagerhäuser an

  • Nutzen Sie der Übersicht halber nur einen Ort für Ihre Vorräte

  • Vorgefertigte Einkaufslisten oder Essenspläne können hilfreich sein

 

Freuen Sie sich über die Klarheit, Übersicht und Ordnung in Ihren Regalen, Schubladen und Schränken und genießen Sie die Entspannung, die sich dadurch einstellt!

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